Die Sozialplanung ist für die strategische Steuerung und Weiterentwicklung des sozialen Bereichs in der Stadt Hildesheim zuständig. Die Analyse der sozialen Lage sowie die Beobachtung von Entwicklungen im Sozialraum ist dafür das grundlegende Instrument. Dies erfolgt über die regelmäßige Erstellung des Sozialmonitoring sowie von Fokusberichten.
Im Rahmen einer fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie mit der Landkreisverwaltung als auch Fachexpertinnen und Fachexperten im Stadtgebiet, formuliert Sozialplanung Vorschläge für Ziele und Kennzahlen der kommunalen Sozialpolitik und entwickelt konkrete Handlungsempfehlungen. Aus gesellschaftlicher Perspektive zielt Sozialplanung dabei auf soziale Gerechtigkeit und den Abbau regionaler Ungleichheiten.
Um ausgewählte Handlungsempfehlungen fachbereichsübergreifend umzusetzen bringt sich die Sozialplanung in verschiedenen Arbeitskreisen ein und akquiriert Drittmittel. In diesem Sinne koordiniert sie die AG Nordstadt und hat im Jahr 2023 die Projekte Vielfalt (er)leben im Rahmen des Förderprogramms Asyl-, Migration-, und Integrationsfonds und HInt-Bildungskommune Hildesheim im Rahmen der Förderrichtlinie Bildungskommunen des Bundes eingeworben.
HInt - Bildungskommune HildesheimIm Jahr 2023 hat die Stadt Hildesheim unter der Federführung der Sozialplanung das Projekt „HInt – Bildungskommune Hildesheim“ im Rahmen des Förderprogramms „Bildungskommunen“ beantragt. Es wird aus dem Bundeshaushalt sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union (ESF Plus) kofinanziert. Die Bewilligung erfolgte im März 2024, der Projektstart zum 01.04.2024.
Laufzeit: 01.04.2025 – 31.03.2028
Projektbudget: ca. 290 Tsd. Euro, davon ca. 117 Tsd. Euro (40%) Fördermittel über 4 Jahre
Kurzbeschreibung Vorhaben
Die Stadt Hildesheim plant die kommunale Bildungslandschaft zukunftsfähig aufzustellen. Ausgangslage sind die demographischen Herausforderungen der Stadtgesellschaft. Durch Analyse und Ausarbeitung von Handlungsprogrammen mit dem Schwerpunkt Integration gestaltet die Stadt konkrete Bildungspolitik vor Ort.
• Modul 1 - DKBM: Aufbauend auf dem Sozialmonitoring der Stadt Hildesheim soll ein fachlich versiertes Bildungsmonitoring erabeitet werden. Im Bereich regulär/formaler Institutionen wird die Erweiterung der Datenressourcen aus fachgetrennten Bereichen in puncto Datenqualität und Informationstiefe begleitet (sozialräumliche Ausdifferenzierbarkeit, soziodemographische Merkmale). Anspruch ist, dann erstmals Bildungsverläufe nachzeichnen zu können.
• Modul 2 - Analog-digitale Vernetzung: Daten und Themen im Bildungsbereich liegen in verteilten Zuständigkeiten (innerhalb der Stadtverwaltung und zwischen den Verwaltungen von Stadt und Landkreis). In diesem Modul wird eine strukturierende Übersicht über die Akteurslandschaft im Bildungsbereich erstellt. Per kommunalem Informationsverweisportal wird diese öffentlichkeitswirksam zur Verfügung gestellt. In der Funktion einer Netzwerkkoordination wird auf die freiwilligen Aktivierungs- und Vernetzungspotentiale der Bildungsakteure hingewirkt.
• Modul 3 - Schwerpunkt Integration durch Bildung: Aufbauend auf dem Bildungsmonitoring und der Analyse der Bildungslandschaft soll mit dem Schwerpunkt Integration durch Bildung ein Handlungsprogramm ausgearbeitet werden und Einzelthemen fokussieren.
Das Projekt „HInt - Bildungskommune Hildesheim" wird im Rahmen des Programms „Bildungskommunen" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Bei Rückfragen zu dem Förderprojekt insgesamt, können Sie sich gerne jederzeit an die Sozialplanung (sozialplanung@stadt-hildesheim.de) und den Projektmitarbeiter Christoph Döring (E-Mail: c.doering@stadt-hildesheim.de) wenden.
Sozialmonitoring und FokusberichteSozialmonitoring 2025
Mit dem im März 2025 herausgegebenen Sozialmonitoring 2025 wird die Datenberichterstattung über soziale Lebenslagebereiche (Demographie, Wohnen, Arbeit, Armut, Bildung, Betreuung, Erziehung, Pflege und Gesundheit) fortgeschrieben und insgesamt weiterentwickelt. Das Sozialmonitoring 2025 nimmt insbesondere den gesellschaftlichen (stadt)demographischen Wandel in der Hildesheimer Bevölkerungsstruktur sowie die stadtteilspezifisch ungleichen Ausprägungen in verschiedenen Bereichen Sozialer Lage in den Blick. Das Sozialmonitoring ist als Beitrag zu informierten Gestaltungsprozessen bereitgestellt.
Die online abrufbare Version des Sozialmonitorings 2025 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
Fokusbericht 2025: Sozialraumorientierte Datenauswertung in Hildesheim
Um als Grundlage für sozialraumorientiertes Arbeiten dienen zu können, ist es notwendig dass auch Datenauswertungen stärker sozialraumorientiert umgesetzt werden. Aus diesem Grund analysiert der vorliegende Fokusbericht die Einwohnerschaft der Stadt Hildesheim in kleineren Auswertungseinheiten. Der vorliegende Fokusbericht wurde im Rahmen des Förderprojekts „Vielfalt (er)leben“ erstellt. Dieses Projekt wird gefördert durch den Asyl-, Migration-, und Integrationsfonds der Europäischen Union. Da die Zielgruppe dieses Förderprojekts sogenannte Drittstaatsangehörige sind (Personen, die ausschließlich eine nicht EU-Staatsangehörigkeit besitzen), wird in diesem Bericht ein besonderer Schwerpunkt auf diese Teilbevölkerung der Stadt Hildesheim gelegt. Ziel des Berichtes ist es Sozialräume zu definieren, die im besonderen Fokus der Integrationsarbeit der Stadt Hildesheim liegen sollten.
Über diesen Link gelangen Sie zu dem Fokusbericht 'Sozialraumorientierte Datenauswertung' .
Fokusbericht 2024: Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe für Minderjährige mit einer Behinderung
Als Träger der Eingliederungshilfe bietet die Stadt Hildesheim Eltern von behinderten oder von einer Behinderung bedrohten Kindern zu einem sehr frühen Zeitpunkt Leistungen der Eingliederungshilfe an, um eine Verschlimmerung zu vermeiden bzw. eine wesentliche Behinderung abzuwenden. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung ist über die Entwicklungen der Leistungsbezüge der vergangenen Jahre ein Datenentwicklungen, Deutungen und Handlungsempfehlungen zusammenbringender Fokusbericht in gemeinsamer Redaktion des Fachbereichs Rehabilitation und Teilhabe (50.2) und der Sozialplanung erstellt worden.
Über diesen Link gelangen Sie zu dem Fokusbericht.
Fokusbericht 2024: Drittstaatsangehörige in Hildesheim
Im Laufe der letzten 10 Jahre hat sich die Anzahl an Personen mit (ausschließlich) einer ausländischen Staatsangehörigkeit verdoppelt. Dieser Zuwachs begründet sich vor allem in einem Anstieg an Personen mit einer sogenannten Drittstaatsangehörigkeit. So werden im EU-Recht Personen genannt, die aus einem nicht EU-Land kommen. In Rahmen des AMIF-Förderprojekts Vielfalt (er)leben wurde folgender Fokusbericht erstellt. Ziel dieses Berichts ist es, die Gruppe der Drittstaatsangehörigen in Hildesheim im Detail zu betrachten. Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen in der Nordstadt und der muslimischen Bevölkerung in Hildesheim.
Über diesen Link gelangen Sie zu dem Fokusbericht.
Sozialmonitoring 2023
Mit dem im Juni 2023 herausgegebenen Sozialmonitoring 2023 wird die Datenberichterstattung über soziale Lebenslagebereiche (Demographie, Wohnen, Arbeit, Armut, Bildung, Betreuung, Erziehung, Pflege und Gesundheit) fortgeschrieben und insgesamt weiterentwickelt. Inhaltliche Schwerpunkte der Publikation sind die bereits alltagsbekannten sowie in Aussicht stehenden Veränderungen der Hildesheimer Bevölkerungsstruktur insgesamt sowie die stadtteilspezifisch ungleichen Ausprägungen in verschiedenen Bereichen Sozialer Lage. Das Sozialmonitoring ist als Beitrag zu informierten Gestaltungsprozessen bereitgestellt.
Die online abrufbare Version des Sozialmonitorings 2023 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
Sozialmonitoring 2021
Das im Dezember 2021 veröffentlichte Sozialmonitoring der Stadt Hildesheim führt die Datenberichterstattung über soziale Lebenslagebereiche (Demographie, Arbeit, Armut, Wohnen, Bildung, Betreuung, Erziehung, Pflege und Gesundheit) fort. Eine online abrufbare Version des Sozialmonitorings steht nicht mehr zum Download zur Verfügung.
Die Stadt Hildesheim hat im Sommer 2019 ihren ersten Sozialbericht veröffentlicht. Der Bericht ist im Rahmen des EU-geförderten Projekts MONIKOM durch die HAWK entstanden. Weitere Informationen und eine online abrufbare Version des Sozialberichtes erhalten Sie hier.
AG NordstadtDie AG Nordstadt ist ein Beispiel für datenbasiertes kommunales Handeln. Die detaillierte, sozialräumliche Auswertung der Schuleingangsuntersuchung im Jahre 2017 hatte einen großen Handlungsbedarf hinsichtlich der Bildungschancen von Kindern in der Nordstadt aufgezeigt. Um deren Bildungsperspektiven zu stärken, wurde infolgedessen 2018 die AG Nordstadt durch das Sozialdezernat der Stadt gegründet. Die Projektpartner des Bündnisses kommen aus Verwaltung, Wissenschaft, Medizin und dem pädagogischen Bereich. Gemeinsam erarbeiten sie Angebote für die vielfältigen Familien im Stadtteil, die bedarfsorientiert und auf die Lebenswelten der Familien zugeschnitten sind. Die Angebotspalette reicht dabei von gesundem Frühstück, Musikalisierungskursen und bewegungsfördernden Angeboten bis hin zu sogenannten Kinderwagen-Cafés und Eltern-Talks. Auf diese Weise eröffnen sich für die Kinder neue Teilhabe- und Bildungschancen, die Eltern können bei den Angeboten Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten wahrnehmen. Koordiniert wird die AG Nordstadt durch die städtische Sozialplanung.
Räume im Familienzentrum Maluki
Die Räumlichkeiten des Familienzentrums Maluki werden Gruppen/ Institutionen/Initiativen zur Verfügung gestellt, die begegnungsfördernde und/oder bildungs- sowie gesundheitsfördernde Angebote ausrichten, welche sich vornehmlich an die Bewohner*innen in der Nordstadt richten. Im Folgenden finden Sie den Veranstaltungskalender sowie alle weiteren Informationen zur Nutzung der Räumlichkeiten, inklusive einer Interessenbekundung, wenn Sie die Räume nutzen möchten.
Die AG Nordstadt ist „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2023“!
Am 16. Mai 2023 wurde die AG Nordstadt als „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2023“ ausgezeichnet! Auf der Preisverleihung mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus und DKJS-Geschäftsführerin Anne Rolvering als Gastgeberinnen wurde unsere Initiative neben einer bunten Trophäe mit 25.000 Euro ausgezeichnet. Was unser Bündnis so besonders macht und letztlich auch die Jury überzeugt hat, uns mit dem Deutschen Kita-Preis auszuzeichnen, erfahren Sie in unserem Kurzfilm: youtu.be/tmUfSH_sUWQ. Die Highlights der großen Preisverleihung in Berlin kann man hier anschauen: https://youtu.be/U6ffwIPufHI.
Der Deutsche Kita-Preis
Der Deutsche Kita-Preis würdigt beispielhaftes Engagement von Kitas und lokalen Bündnissen für frühe Bildung. Es werden Einrichtungen ausgezeichnet, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Zudem spielten Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Partner*innen vor Ort bei der Auswahl der Preisträger*innen eine wichtige Rolle.
Weitere Informationen rund um den Deutschen Kita-Preis finden Sie unter www.deutscher-kita-preis.de
Vielfalt (er)lebenIm Jahr 2022 hat die Stadt Hildesheim unter Federführung der Sozialplanung das Projekt Vielfalt (er-)leben im Rahmen des EU-Förderprogramms Asyl-, Migration- und Integrationsfonds beantragt. Kofinanziert wird es durch die Europäische Union und die Johannishofstiftung. Das Gesamtprojekt startete mit einem vorzeitigen Maßnahmebeginn im Januar 2023. Die verschiedenen Projektbausteine wurden sukzessive implementiert. Bewilligt wurde das Projekt im Juni 2023 mit folgenden Eckpunkten:
Laufzeit: 01.01.2023 – 31.12.2025
Projektbudget: ca 1,7 Mio € davon ca. 1,5 Mio € AMIF-Fördermittel (90%) über 3 Jahre
Dieses Förderprogramm ermöglicht die zielgerichtete Begleitung und Unterstützung von Personen, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (sogenannte Drittstaaten) kommen. In Hildesheim wohnen sowohl anteilig als auch in absoluten Zahlen die meistens Personen aus nicht-EU-Ländern in dem Stadtteil Nordstadt. Im folgenden Bevölkerungsvergleich der Stadt Hildesheim insgesamt und dem Stadtteil Nordstadt ist zu sehen, dass in der Stadt Hildesheim 12% der Bevölkerung eine Staatsangehörigkeit aus einem nicht-EU-Land besitzen. In der Nordstadt haben 31% der Einwohner*innen eine Staatsangehörigkeit aus einem Drittstaat:
Quelle: Stadt Hildesheim, Einwohnermeldedaten 2023, Statistik Stadt Hildesheim; eigene Auswertung Sozialplanung© Stadt Hildesheim
Quelle: Stadt Hildesheim, Einwohnermeldedaten 2023, Statistik Stadt Hildesheim; eigene Auswertung Sozialplanung© Stadt Hildesheim
Im Sinne der sozialraumorientierten Arbeit konzentriert sich das Projekt Vielfalt (er-)leben deshalb auf den Stadtteil Nordstadt. Darüber hinaus kann man beobachten, dass bei unter 50-jährigen der Anteil an Drittstaatsangehörigen besonders hoch ist. Deshalb liegt der Fokus des Förderprojekts auf Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern.
Quelle: Stadt Hildesheim, Einwohnermeldedaten 2023, Statistik Stadt Hildesheim; eigene Auswertung Sozialplanung© Stadt Hildesheim
Koordiniert wird durch die städtische Sozialplanung. Inhaltlich gliedert sich das Projekt in fünf verschiedene Maßnahmen auf, die durch verschiedene Partnerorganisationen umgesetzt werden:
Bei Rückfragen zu dem Förderprojekt insgesamt, können Sie sich gerne jederzeit an die Sozialplanerin und Projektleitung Teresa Daubenmerkl (E-Mail: t.daubenmerkl@stadt-hildesheim.de) wenden.
Analysen und Handlungsprogramme zur Verbesserung der Bildungsverläufe junger Menschen mit ZuwanderungsgeschichteDie Stadt Hildesheim widmet sich im Bereich Bildung und Soziales in vielfältiger Weise der Verbesserungen von Gelingensbedingungen im Bereich der Bildung und Qualifizierung junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Aus dem Tätigkeitsbereich der Sozialplanung werden vorbereitend, unterstützend und evaluierend Datenanalysen und Handlungsempfehlungen für kommunale Gestaltungsprozesse eingebracht.
Die Schwerpunktsetzung auf den Bereich Integration durch Bildung wird gefördert durch Zuwendungen seitens:
E-Mails können Sie an die allgemeine Adresse Sozialplanung@stadt-hildesheim.de senden.
Berichte und Broschüren
Ansprechpartner/in| Nina Mika | |
| Telefon: +49 5121 301-4321 E-Mail: ni.mika@stadt-hildesheim.de | |
| Teresa Daubenmerkl | |
| Telefon: +49 5121 301-4370 E-Mail: t.daubenmerkl@stadt-hildesheim.de | |
| Christoph Döring | |
| Telefon: +49 5121 301-3333 E-Mail: C.Doering@stadt-hildesheim.de | |
Organisationseinheiten| Stabsstelle Migration und Inklusion | |
| Markt 2 31134 Hildesheim Telefon: 05121 3014367 | |