Im 15. Jahrhundert wurden zum Schutz der Stadt Wallanlagen errichtet. Diese sind noch heute zum großen Teil vorhanden. Sie umschließen den Stadtkern zu ca. 2/3 und sind Teil der öffentlichen Grünflächen. Geschützt als Baudenkmal und Landschaftsschutzgebiet werden sie ergänzt und vernetzt im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung. Durch die naturnahe Gestaltung konnten sich zahlreiche Pflanzen und Kleintierarten ansiedeln.
Ursprünglich war die Sedanallee ein Teil der alten Wallanlagen. Dieser Teil wurde jedoch im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen zu einer sehenswerten Allee mit uralten Platanen umgestaltet. Die Wallanlagen werden dann über das Goschentor zum Kehrwiederwall, dem Langenlinienwall über den Seniorengraben zum Liebesgrund/Hoher Wall weitergeführt. Sie dienen der innenstadtnahen Erholung und als Grünverbindungen.
Der Hohe Wall/Liebesgrund ist ein Ausläufer des Innerste-Grünzugs, der sich von Süd nach Nord durch die Stadt zieht. In die große Rasenfläche an der Schützenallee wurde 1993 ein Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von 2.800 m³ integriert.
Frühlingsgeophyten im Liebesgrund© A. Botterbrod
Über den Kehrwiederwall gelangt man auch zum Ernst-Ehrlicher-Park.
Der Ernst-Ehrlicher-Park verbindet die Wallanlagen mit dem zentralen Naherholungsgebiet Hohnsensee.

Im 13. Jahrhundert legte das Benediktinerkloster St. Godehard dort eine Weinanbaufläche an. Die Mönche legten die Wasserflächen als Fischteiche an. Nach der Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts ging der Park in das Eigentum der Stadt Hildesheim über. Er wurde ab 1803 dem Kaufmann und Bankier Dyes als Erbpacht vergeben. Im Jahr 1843 wurde er an die Familie Dyes verkauft. Sie erbaute 1881 eine Villa (Architekt: Gustav Schwartz). Das alte Kutscherhaus/Gärtnerhaus aus Mitte des 18. Jahrhunderts als Fachwerkhaus gebaut, steht immer noch im Park und wird heute als privates Wohnhaus genutzt. Hier waren auch kleine Gemüsebeete und Obstbäume vorhanden zur Versorgung der Familie Dyes. Ca. 1885 erfolgte dann die Umgestaltung des Parks in einen englischen Landschaftsgarten. Auf dem Dyesgraben wurde gegondelt. Die alte Villa Dyes ist immer noch vom Ehrlicherpark zu sehen, es ist ein burgähnlicher Bau.
Die Stadt Hildesheim übernahm ab 1917 den Garten.
Seit 1929 ist der Ernst-Ehrlicher-Park eine öffentliche Parkanlage, benannt zu Ehren des ehemaligen Oberbürgermeisters Ernst-Ehrlicher. Der Ernst-Ehrlicher-Park wurde in den Jahren 2024/2025 grundsaniert und mit einem schönen neuen Spielplatz, hochwertigen Bänken und einem an die Vergangenheit erinnernden neuen Wegeverlauf ausgestattet. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Schöne Kletter- und Spielgeräte für Kinder© 66.4.1 Bertram
Im Ernst-Ehrlicher-Park befindet sich ein Rasenlabyrinth, das Rosenlabyrinth. Dieses wird betreut von der Fraueninitiative Rosenlabyrinth Hildesheim, welche regelmäßig Veranstaltungen vor Ort durchführt.
Das Rosenlabyrinth im Ernst-Ehrlicher-Park© Stadt Hildesheim Bertram
Der Marienfriedhof in der Nähe des heutigen Bahnhofs und der Johannisfriedhof im Bereich Dammtor wurden Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und gegen Ende wieder geschlossen. Danach wurde der Zentralfriedhof, heute Nordfriedhof, die Begräbnisstätte der Stadt Hildesheim. Heute dienen beide ehemaligen Friedhöfe durch ihre zentrale Lage als öffentliche Grünflächen, auf denen neben alten Grabsteinen auch ein schöner Baumbestand erhalten werden konnte. Sie werden gern zur Naherholung genutzt.
Scillablüte auf dem Marienfriedhof© A. Botterbrod
Die Grünanlage Steingrube mit 22.000 m² Größe ist eine multifunktionale Parkanlage der Stadt Hildesheim. Mit Sie verfügt über großzügige Rasenflächen und alten Bäumen. Außerdem gibt es ein umfangreiches Freizeit- und Spielangebot für alle Altersgruppen. Sie finden hier einen großzügigen Kinderspielplatz mit einem Spielschiff aus Holz, ein Parcoursfeld, einem Spiel- und Rollfeld mit interessanten "Hubbeln", einem Streetballfeld, einem Fitnessfeld, einer Jugendverkehrsschule sowie einem Bouleplatz. Als innenstadtnahe Grünfläche wird sie gern aufgesucht. Der Platz hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: hier wurden Hexen verbrannt, es war ein Hinrichtungsplatz, ein Exerzierplatz und hier wurden Steine abgebaut. Heute ist es eine Oase mitten in der Stadt. Für die Steingrube gibt es eine Nutzungssatzung mit Nutzungszeiten, um die Anwohner nicht zu stören und das Miteinander zu regeln.
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Der Fachdienst Grünflächen- und Gewässerunterhaltung pflegt und unterhält sämtliche städtische Grünflächen, Friedhöfe und Grünanlagen. Hinweise zur Grünpflege und Beschwerden richten Sie bitte an die Zentrale des städtischen Bauhofs oder nutzen Sie die Mängelkarte der Stadtverwaltung.
Städtische Grünflächen sind ständigem Wandel unterworfen, so leiden sie oft unter Sukzession, die dazu führt, dass Gehölzpflanzungen zusammenbrechen. In letzter Zeit ist die Stadt dazu übergegangen, Strauchpflanzungen stark auszulichten beziehungsweise "auf den Stock zu setzten", das heißt fast bodennah zurück zu schneiden. Dies soll zur Verjüngung der Gehölzstreifen beitragen. Die zunächst als sehr radikal empfundene Pflegemaßnahme wirkt nachhaltig und ist schon im nächsten Jahr optisch ansprechender. In Parks wird dabei behutsamer vorgegangen.
Sämtliche städtischen Grünanlagen finden Sie auf der Karte, die unten verlinkt ist. Bitte treffen Sie dort Ihre Auswahl.
Ansprechpartner/in| Martina Bertram | |
| StabsstellenleitungAmt / Bereich 66.4.1 Grünflächenplanung und -neubau Verwaltungsgebäude Markt 3 Markt 3 31134 Hildesheim Telefon: +49 5121 301-3620 E-Mail: m.bertram@stadt-hildesheim.de | |
Organisationseinheiten| 66.4 Grünflächenplanung und -unterhaltung | |
| Mastbergstraße 13 31137 Hildesheim Telefon: 05121 301-3530 Telefax: 05121 301-3510 E-Mail: tiefbau-gruen@stadt-hildesheim.de | |
| 66.4.2 Grünflächen- und Gewässerunterhaltung | |
| Mastbergstraße 13 31137 Hildesheim Telefon: 05121 301-3530 Telefax: 05121 301-3510 E-Mail: tiefbau-gruen@stadt-hildesheim.de | |
| 66.4.3 Baumpflege und Spielplatzkontrolle | |
| Mastbergstraße 13 31137 Hildesheim Telefon: 05121 301-3530 Telefax: 05121 301-3510 E-Mail: tiefbau-gruen@stadt-hildesheim.de | |