Baum des Jahres 2025: Amerikanische Rot-Eiche (Quercus rubra) © Andreas Gomolka© Stadt Hildesheim
Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung e.V. lobt jedes Jahr den Baum des Jahres aus. Dabei orientiert sie sich an bestimmten Kriterien, die jedes Jahr wechseln. Kriterien sind z.B. besondere Schutzbedürftigkeit, besondere wirtschaftliche Bedeutung, kulturhistorische Bedeutung, Gefährdung etc.
„In Zeiten des Klimawandels gewinnt diese Baumart zunehmend an Bedeutung. Ihre Fähigkeit, auch auf trockenen Standorten zu gedeihen, macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Wälder. Sie steht für Resilienz und nachhaltige Forstwirtschaft“, sagt Georg Schirmbeck, Schirmherr des Baumes des Jahres 2025 (baum-des-jahres.de).
Ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas in Mischwäldern zuhause, hat sie sich seit sie 1691 in die Schweiz importiert wurde, bewährt. Über Frankreich erreichte sie dann weitere Teile Europas.
Sie wurde zunächst als Parkbaum, der mit seinen im Herbst rot gefärbten Blättern ein beeindruckendes Farbenspiel zeigt, angepflanzt („Indian Summer“). Im Sommer zeigt sich die Rot-Eiche mit bis zu 25 cm großen dunkelgrünen Blättern. Die Rinde ist grau gefärbt und bis zu einem Alter von ca. 30 Jahren glatt. Sie wird erst im Alter leicht rissig. Auch als schmückender Alleebaum wird die Rot-Eiche verwendet.
Rot-Eichenblätter, Herbstfärbung, Quelle: Garten von Ehren© Stadt Hildesheim
In den letzten Jahren scheint die Rot-Eiche ein Gewinner des Klimawandels zu sein, sie wird daher gewinnbringend forstwirtschaftlich in Europa angebaut. Die Bäume können 300 – maximal 500 Jahre alt werden. Das älteste in Deutschland bekannte Exemplar steht in Pillnitz, mit einem Alter von 250 Jahren.
Die Rot-Eiche ist mit ihrer Pfahlwurzel sturmfest und hält auch größere Trockenheit aus. Heimische Schädlinge und Krankheiten, die bei anderen Laubbäumen ganze Bestände gefährden, sind hier bei ihr nicht so häufig, da es in ihrer Heimat andere Schädlinge gibt, die sie hier nicht mehr bedrohen können.
Da sie auch Schatten verträgt, kann sie auch in lichteren Mischwäldern Verwendung finden.
Mit 25 bis 35 m Höhe gehört sie zu den größeren Bäumen in Europa.
Rot-Eichen gelten in manchen Gegenden als potenziell invasiv, da sie auf Extremstandorten von Eichelhähern verteilt werden und dort die Trauben-Eiche verdrängen bzw. sich in Kiefernwäldern europäischer Nachbarländer in Konkurrenz zur natürlichen Bewaldung verteilen.
Ihre ökologischen Wirkungen sind auffällig, so bietet sie Raupenfutter für fünf Nachtfalter und liefert Honigtau für Honigbienen.
Wichtig ist die Nutzung der Rot-Eiche als sog. Brandschutzriegel. Das Laub der Eiche ist schwer entflammbar. Die Eiche treibt auch nach einem Feuer wieder gut aus. Insofern ist sie bei den Waldbränden Nordamerikas ein sehr hilfreicher Baum.
Quellen: Waldwissen.net, Garten-von-Ehren.de,www.baum-des-Jahres.de, commons.wikimedia.org.
Früchte der Rot-Eiche: Quelle: Alina Zienowicz© Stadt Hildesheim
Früchte der Rot-Eiche, Alina Zienowicz
Die Stadt Hildesheim unterstützt die Initiative "Baum des Jahres" dadurch, dass im Wildgatter auf dem Steinberg seit einigen Jahren entsprechende Jungbäume gepflanzt werden. So wird es möglich, eine entsprechende Entwicklung über die Jahre sichtbar zu machen. Sie finden die Bäume des Jahres in der Nähe des Kaninchengehäges.
Ansprechpartner/in| Martina Bertram | |
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Dokumente| Stechpalme - Baum des Jahres 2021 (894 kB) | |
| Robinie - Baum des Jahres 2020 (410 kB) | |
| Flatter-Ulme - Baum des Jahres 2019 (490 kB) | |
| Esskastanie - Baum des Jahres 2018 (518 kB) | |
| Fichte - Baum des Jahres 2017 (240 kB) | |
| Winterlinde - Baum des Jahres 2016 (483 kB) | |
| Feldahorn - Baum des Jahres 2015 (413 kB) | |
| Traubeneiche - Baum des Jahres 2014 (3 MB) |